Nato und Georgien reagieren auf Drohungen aus Russland
www.gov.ge

Nato und Georgien reagieren auf Drohungen aus Russland

Der georgische Regierungschef, Mamuka Bakhtadze, besuchte am 18. Juli den Generalstab der Nato, wo er sich mit dem Nato-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, traf. Stoltenberg bekräftigte die Unterstützung der territorialen Integrität Georgiens (einschließlich Abchasiens und der Zchinwali-Region/Südossetiens) durch die Nato und forderte Russland auf, seine Truppen aus den georgischen Gebieten zurückzuziehen. Die Beziehungen zwischen der Nato und Georgien seien jetzt stark wie nie zuvor, so Stoltenberg.

Der Nato-Generalsekretär reagierte auf die Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass ein Beitritt Georgiens in die Nato für Russland eine “direkte und sofortige Gefahr” darstellen würde. Laut Stoltenberg hat Russland kein Recht darauf, Entscheidungen für seine Nachbarn zu treffen. Denn Georgien sei ein souveränes und unabhängiges Land, das seinen Weg selbst definieren dürfe. “Die Situation, wenn man seinen Nachbarn sagt, was sie tun sollen und was nicht, ist absolut inakzeptabel”, so Stoltenberg.

Der georgische Premierminister schloss sich dieser Position Stoltenbergs an und betonte, dass Nato-Beitritt Georgiens nicht gegen eine dritte Partei gerichtet sei. Noch am 13. Juli hatte die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums auf einer Pressekonferenz gesagt, dass Russland “Maßnahmen unternehmen würde”, falls Georgien dem Nato-Block beitreten werde. Um welche Maßnahmen es sich genau handeln würde, präzisierte sie nicht.

Die Ergebnisse des jüngsten Nato-Gipfels in Brüssel werden in Georgien unterschiedlich interpretiert. Während die Regierung vom Erfolg spricht, behauptet die Opposition genau das Gegenteil (Caucasus Watch berichtete). US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Georgien eine Chance auf den Beitritt in die Nato bekommen würde, allerdings “nicht jetzt”.

 

5016 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.