Ilham Alijews Äußerungen zu Armenien entfachen hitzige Debatten

Ilham Alijews Äußerungen zu Armenien entfachen hitzige Debatten

Während seiner Rede am 24. Dezember bei der Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes der Aserbaidschanischen Gemeinde von West-Aserbaidschan machte der aserbaidschanische Staatschef Ilham Alijew eine Reihe von irredentistischen Äußerungen über Armenien als historisches aserbaidschanisches Territorium. Mit dem Begriff "West-Aserbaidschan" bezog sich Alijew auf das Gebiet der modernen Republik Armenien. Er argumentierte, dass es genügend historische Beweise dafür gebe, dass West-Aserbaidschan aserbaidschanisches Land sei.

Alijew zeigte sich zuversichtlich, dass die Westaserbaidschaner mit großer Begeisterung und Motivation in ihre Heimat [friedlich] zurückkehren werden. Er verwies auf das Beispiel des Dorfes Aghali im Bezirk Zangilan, wo die Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, ihre Heimat noch nie gesehen hatten, aber trotzdem gekommen sind. Alijew zufolge ist dies ein typischer Charakterzug seines Volkes - das Land zieht die Menschen immer zu sich. Er erklärte auch, dass die Armenier versucht hätten, das historische Erbe der Aserbaidschaner auszulöschen, was ihnen jedoch nicht gelungen sei, da es Geschichte, Dokumente und Karten gebe, die belegten, dass das westliche Aserbaidschan aserbaidschanisches Territorium sei.

Die Äußerungen Alijews haben in der Region eine hitzige Debatte ausgelöst und eine Diskussion über die Zukunft der armenisch-aserbaidschanischen Beziehungen entfacht. Das armenische Außenministerium kritisierte die Äußerungen Alijews und betrachtete sie als Unterminierung des Verhandlungsprozesses zwischen den beiden Ländern. Einigen Experten zufolge versucht Alijew, die Karte "West-Aserbaidschan" auszuspielen, um Armenien dazu zu bringen, seine territorialen Ansprüche auf Bergkarabach, das international anerkanntes aserbaidschanisches Territorium ist, zurückzuweisen.

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