Edmon Marukjan:

Edmon Marukjan: "Aserbaidschan will den Latschin-Korridor kontrollieren"

In einem Interview mit Azatutyun, dem armenischen Dienst von RFE/RL, erklärte der armenische Sonderbotschafter, Edmon Marukjan, am 25. November, dass Armenien laut Offiziellen in Baku den Latschin-Korridor, der Armenien mit Bergkarabach verbindet, für illegale Militärbasen nutzt. "Aserbaidschan versucht, eine Grundlage für die Übernahme der vollständigen Kontrolle über den Latschin-Korridor zu schaffen", fügte er hinzu.

Edmon Marukjan sagte, die Erklärungen aus Baku bezüglich des Transports von neuen Minen von Armenien nach Bergkarabach verfolgten ein klares Ziel: "Warum wird das getan? Sie tun dies nur aus einem einzigen Grund - sie versuchen, die Kontrolle über den Latschin-Korridor zu erlangen... Wir haben jetzt darauf reagiert und alle unsere internationalen Partner darüber informiert, dass die besagten Minen von den angegebenen Orten, d.h. von den besetzten Gebieten der Republik Armenien, entfernt worden sind."

Botschafter Marukjan fügte hinzu: "Wenn sie im August die Kontrolle über dieses Gebiet übernommen haben, warum haben sie die Minen dann jetzt, im November, gefunden? Die Realität sieht so aus: Aserbaidschan entfernte Antipersonenminen aus dem 140 Kilometer langen besetzten Hoheitsgebiet der Republik Armenien - in der Nähe von Jermukh, Zod und Khaznavar - und brachte sie auf die Anhöhe, die in ihrer Sprache Saribaba heißt. Damit wollten sie sagen: "Seht her, der Korridor von Latschin wird für den Transport von Munition genutzt".

Marukjan zufolge ist Armenien "nicht einen Millimeter" vom Prozess des Friedensvertrags abgewichen.

931 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.