Bayramov und Mirzoyan treffen sich in New York unter Vermittlung von Blinken

Bayramov und Mirzoyan treffen sich in New York unter Vermittlung von Blinken

Am 19. September fand ein Treffen zwischen dem Außenminister der Republik Aserbaidschan, Jeyhun Bayramov, und dem Außenminister der Republik Armenien, Ararat Mirzoyan, auf Initiative und unter Beteiligung von US-Außenminister Antony Blinken im Rahmen der Woche der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York statt. 

Unmittelbar nach dem Treffen drückte der ranghohe US-Diplomat den Familienmitgliedern und Angehörigen derjenigen, die bei den Kämpfen zwischen Aserbaidschan und Armenien in der vergangenen Woche ums Leben gekommen sind, sein Beileid aus. Blinken äußerte sich zufrieden mit dem Zustandekommen eines Waffenstillstands und dem Ausbleiben aktiver Kampfhandlungen in den letzten Tagen. „Starke, nachhaltige diplomatische Kontakte sind der beste Weg für alle. Es gibt keine militärische Lösung für die Differenzen zwischen Armenien und Aserbaidschan“, sagte Blinken und fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten bereit seien, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um diplomatische Bemühungen in dieser Richtung zu unterstützen. 

In der vom aserbaidschanischen Außenministerium nach dem Treffen herausgegebenen Erklärung heißt es, dass Minister Jeyhun Bayramov „die Provokationen und Angriffe Armeniens“ als Grund für die Zusammenstöße vom 12. bis 14. September nannte. Bayramov wies auf den „tiefen Schaden hin, der durch die 30-jährige Besetzung international anerkannter Gebiete Aserbaidschans durch Armenien entstanden ist“. „Trotz der Bemühungen Aserbaidschans im Prozess der Normalisierung mit Armenien, der Öffnung der Kommunikation, der Abgrenzung und Demarkation der Grenzen sowie in humanitärer Hinsicht hat Armenien die Prozesse behindert und seine Verpflichtungen im Rahmen der dreiseitigen Erklärungen grob verletzt“, heißt es in der Erklärung des aserbaidschanischen Außenministeriums. 

Der armenische Außenminister Ararat Mirzoyan forderte den Rückzug der aserbaidschanischen Streitkräfte aus den souveränen Territorien der Republik Armenien und die Einführung internationaler Mechanismen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. „Der armenische Außenminister betonte die Bedeutung einer sofortigen Lösung der humanitären Fragen, einschließlich der Rückkehr der Kriegsgefangenen“, so die Erklärung des armenischen Außenministeriums. 

Die Parteien bekundeten ihre Bereitschaft, sich für die Sicherung des Friedens und die Normalisierung der Beziehungen einzusetzen.

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