Der russische Wirtschaftsminister besuchte das abtrünnige Abchasien

Der russische Wirtschaftsminister besuchte das abtrünnige Abchasien

Der russische Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow traf am 11. August in der von Russland besetzten Region Abchasien ein, wo er mit dem Anführer der Region, Aslan Bzhania, und anderen Vertretern der separatistischen Führung zusammentraf. Nach Angaben der Pressestelle der Verwaltung von Bzhania erörterten die Parteien bei dem Treffen Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, wobei sich Reschetnikow sehr beeindruckt von der in der Region geleisteten Arbeit zeigte.

Allerdings gebe es noch einige Probleme, insbesondere im Energiebereich, der für Abchasien ein äußerst wichtiges und sensibles Thema sei. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen erklärte Aslan Bzhania, man habe Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung großer Investitionsprojekte in Abchasien und der Gewährleistung der Energiesicherheit erörtert. „Wir haben auch über den humanitären Bereich unserer Zusammenarbeit gesprochen. Ich hatte den Eindruck, dass wir bei allen Themen, über die wir gesprochen haben, auf gegenseitiges Verständnis gestoßen sind“, fügte der Anführer der besetzten Region hinzu.

Reschetnikow erklärte, dass die russischen Unternehmen sehr an Investitionen interessiert seien, insbesondere im Bereich des Tourismus.  „Wir sehen die aktuelle Tourismussaison und wissen, wie groß die Nachfrage ist und wie einzigartig die Möglichkeiten für die Republik sind, ihre Tourismusindustrie auszubauen“, sagte er. „Abchasien wurde, wird und wird auch in Zukunft von der Russischen Föderation dabei unterstützt, sich finanziell selbst zu versorgen“, so Reschetnikow. In diesem Zusammenhang wies der Wirtschaftsminister auf das Wachstum des abchasischen Einkommens hin, das „die Wachstumsrate der aus dem russischen Haushalt erhaltenen Hilfe deutlich übersteigt“.

Nach Informationen der lokalen Agentur ‘Apsnypress’ traf Reschetnikow auch mit der De-facto-Vizepremierministerin und Wirtschaftsministerin der besetzten Region, Kristina Ozgan, zusammen. Die Parteien besichtigten die mit russischer Finanzierung durchgeführten Bauprojekte.

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