Jüngste Äußerungen von Kadyrow zur NATO und zu neuen Bataillonen

Jüngste Äußerungen von Kadyrow zur NATO und zu neuen Bataillonen

„Wir werden dem Satanismus auf dem Territorium der NATO-Länder den Garaus machen“

Zur Rekrutierung neuer Bataillone und eines Regiments des russischen Verteidigungsministeriums in Tschetschenien sagte Ramsan Kadyrow, das Oberhaupt Tschetscheniens, es bestehe kein Zweifel, dass Russland „das große Übel“, das das ganze Land bedrohe und aus dem Westen komme, bereits gestoppt habe. „Die Verteidigung des Vaterlandes durch Muslime und Christen gegen den Satanismus, der Zusammenhalt des russischen Volkes und seine Konsolidierung“, fügte er hinzu.

„Biolaboratorien, nukleare Ressourcen, Raketensysteme, Informationsattacken, Wirtschaftssanktionen und Restriktionen - all das ist nicht umsonst, sondern dient nur einem Ziel: Russland in die Knie zu zwingen, alle Ressourcen aus ihm herauszupumpen und die Bevölkerung zu gefügigen Leidtragenden zu machen“, sagte Kadyrow.

Kadyrow zufolge müssen die Leute in der Lage sein, Waffen in den Händen zu halten, körperlich und geistig gesund zu sein, ihre Position zu verteidigen und gesunde Kinder aufzuziehen. „Ich möchte nicht, dass meine Kinder und die Kinder ihrer Kinder in einer Atmosphäre satanischer Vorstellungen von Geschlechterschande und zum Wohle der Wirtschaft anderer Staaten aufwachsen. Wir sind Russen. Wir haben eine reiche Vielfalt an Kulturen und Glaubensrichtungen und eine erstaunliche Geschichte. Außerdem sollte uns niemand vorschreiben, wie wir zu leben haben, wie wir einen Staat aufzubauen haben und wie wir die Wirtschaft zu regeln haben“, betonte er.

„Niemand im Westen kümmert sich um unsere Probleme. Der Westen braucht nur die Ressourcen Russlands - fossile und menschliche“, so der tschetschenische Staatschef.

„Heutzutage bedeutet die Verteidigung des Staates nicht unbedingt, dass wir darauf warten, dass feindliche Panzer unsere Grenzen überqueren. Der Feind befindet sich bereits auf dem Territorium unserer Wirtschaft, im Bereich der Information, der Ideen und der langfristigen Pläne. In der Ukraine werden wir ihn vertreiben. Und auch in den NATO-Ländern werden wir ihn fertig machen!“ sagte Ramsan Kadyrow.

„Wir sind es leid, mit NATO-Soldaten zu kämpfen“

Ramsan Kadyrow machte sich über die „ungefährlichen militärischen Anführer westlicher Länder mit undefiniertem Geschlecht“ lustig. Kadyrow postete die Fotos von Trans-Gender-NATO-Offizieren auf seinem Telegramm-Kanal und illustrierte den Beitrag mit spöttischen Emoticons.

„Da sind sie, die NATO-Soldaten! Wir sind es leid, mit ihnen zu kämpfen. Gebt uns einen normalen Gegner, einen mutigen Gegner, damit wir unseren Enkeln erzählen können, wie schrecklich und gefährlich er war. Und was ist das? Wer ist das? Wie kann ich meinen Enkelkindern von ihnen erzählen?“ schrieb Kadyrow.

Der tschetschenische Staatschef sprach auch über Frauenmode.

„Ich schäme mich, überhaupt über sie zu sprechen und sie auf meinem [Telegram-]Kanal zu zeigen. Es ist so eine Schande. Stellen Sie sich ein Schlachtfeld vor, auf dem diese bemalte Kreatur mit einem Louis-Vuitton-Rucksack, Strasssteinen an der Picatinny-Schiene und Stilettos auf Sie zu rennt. Sie schließen die Augen und schießen blindlings auf sie, weil Sie sie nicht sehen wollen!“ sagte Kadyrow ironisch.

Kadyrow fügte hinzu: „Aber im Ernst, es sind genau diese Werte, die der Westen an allen Fronten zu propagieren versucht. Dieser Zwang hat in der Ukraine bereits Früchte getragen“.

„Wir sollten unserem Präsidenten und seinem Team dankbar sein, dass sie eine strikte Außen- und Innenpolitik betreiben, um den Verfall der Gesellschaft zu verhindern. Wir treten für natürliche, gesunde, klare menschliche Werte ein. Wir wollen, dass Kinder einen Vater und eine Mutter haben, damit ihr Geist nicht von Kindheit an traumatisiert wird, sondern gesund, stark und ausgeglichen ist. Und das wird es auch. Wir haben den Rubikon überschritten und werden uns der Niedertracht und dem Satanismus bis zum bitteren Ende widersetzen“, erklärte das tschetschenische Oberhaupt.

„Alle vier Achmat-Bataillone sind einsatzbereit“

„Das dem russischen Verteidigungsministerium unterstellte Spezialregiment ‘Nord-Achmat’, benannt nach Achmat Kadyrow, dem Helden Russlands, ist einsatzbereit“, so der tschetschenische Staatschef. „Das Regiment besteht aus Kämpfern, die die Erfahrungen aus den Militäroperationen in Syrien und der Ukraine mitgenommen haben“, präzisierte er.

„Es handelt sich um eine Kampfstruktur, die in der modernen Realität sehr gefragt ist, wie die drei fertiggestellten Bataillone ‘Ost-Achmat’, ‘West-Achmat’ und ‘Süd-Achmat’. Die Führung des russischen Verteidigungsministeriums hat rechtzeitig beschlossen, diese Einheiten zu schaffen“, sagte Kadyrow.

Kadyrow zufolge braucht Russland neue militärstrategische Lösungen. Viele Änderungen müssen vorgenommen werden, aber vor allem sind Luftabwehrsysteme in den Bergen der Tschetschenischen Föderativen Republik an der Südgrenze Russlands gefragter denn je.

„Der Stützpunkt kann auf dem Gelände der Panzereinheiten in der Region Shali errichtet werden. Der Feind kann jederzeit mit allem rechnen, deshalb brauchen wir taktische Präventivmaßnahmen. Und wir, die Muslime, müssen die Interessen Russlands überall auf der Welt als ein Land schützen, das den Kanon des Islam ehrt. Der Heilige Koran schreibt auch den Kampf gegen den Satanismus vor“, schrieb Kadyrow auf seinem Telegrammkanal.

Seiner Meinung nach würde sich heute niemand auf der Welt gegen die "teuflische Abscheulichkeit" aussprechen, die der Westen verbreite, außer Russland.

„Ich bin unserem Oberbefehlshaber sehr dankbar, dass er die richtige Entscheidung getroffen und uns erlaubt hat, an diesem heiligen Kampf gegen den Satanismus teilzunehmen. Wir sind bereit, auf Befehl weiterzugehen, um Kiew und die NATO-Länder problemlos einzunehmen. Keine Armee in der Welt wird unseren Einheiten, die in echten Schlachten abgehärtet wurden, widerstehen können. Wir haben Erfahrung, Arsenal, Glaube, Patriotismus, Idee und Wahrheit! Der Westen versteht noch nicht, wie stark wir sind!“ sagte Kadyrow.

Kadyrow kündigte am 27. Juni die Bildung von vier Bataillonen mit ausschließlich tschetschenischen Kämpfern an.

„Sehr bald werden in der Tschetschenischen Republik vier Militärbataillone ‘Nord-Achmat’, ‘Süd-Achmat’, ‘West-Achmat’ und ‘Ost-Achmat’ mit einer beeindruckenden Personalstärke gebildet werden. Das Kontingent wird ausschließlich aus tschetschenischen Männern bestehen. Sie werden die Zusammensetzung der Truppen des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation auffüllen. Der Wunsch, neue Bataillone mit voll ausgerüsteten Soldaten zu bilden, ist in der Jugend der Region auf eine äußerst patriotische Stimmung zurückzuführen. Die Zahl der Menschen, die das Vaterland verteidigen wollen, wächst exponentiell, und unsere Aufgabe ist es, ihnen eine solche Möglichkeit zu bieten“, sagte Kadyrow.

4161 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.