Iran und Armenien wollen Handelsbeziehungen vertiefen

Iran und Armenien wollen Handelsbeziehungen vertiefen

Am 4. März erklärte der iranische Minister für Industrie, Bergbau und Handel, Reza Fatemi-Amin, dass sein Besuch in Armenien darauf abziele, die bilateralen Handelsbeziehungen durch gemeinsame Investitionen auszubauen.

Der iranische Minister steht an der Spitze einer hochrangigen Delegation, der auch Handelsvertreter und Leiter von Privatunternehmen angehören. Dies ist der erste Besuch hoher iranischer Beamter in Armenien seit dem Amtsantritt von Präsident Ibrahim Raisi im August 2021.

Die Ausweitung der Handelsdiplomatie mit regionalen Staaten steht ganz oben auf der Agenda der neuen iranischen Regierung. Fatemi Amin hat bereits mehrere Reisen in die Golfstaaten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Oman, unternommen, um die Handelsbeziehungen zu stärken.

Die Umsetzung von Handelsabkommen, die Erleichterung des Handels zwischen dem iranischen und dem armenischen Privatsektor, die Zusammenarbeit in Freihandelszonen, der Warenverkehr, der Transport und der Zoll gehören zu den wirtschaftlichen Themen, die bei den Treffen zwischen den Beamten beider Länder erörtert werden sollen.

„Armenien ist als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion und als Nachbarland des Iran von großer Bedeutung. Die Volkswirtschaften des Irans und Armeniens ergänzen sich gegenseitig. Wir können Technologien in vielen Branchen nach Armenien exportieren und industrielles Know-how aus Armenien importieren“, sagte der iranische Beamte.

„Eine der vier Hauptrouten des Transportkorridors führt durch armenisches Gebiet. Zu diesem Zweck ist es notwendig, Verkehrsverbindungen zwischen Iran und Armenien zu schaffen“, sagte Fatemi-Amin während seines offiziellen Besuchs in Eriwan.

Der Iran hat bereits seine Bereitschaft erklärt, mit Armenien beim Bau einer neuen Verkehrsverbindung (Kajaran-Sisian-Straße) zusammenzuarbeiten. Die 64 Kilometer lange Strecke ist Teil des Verkehrskorridors Iran-Armenien-Georgien.

Der internationale Nord-Süd-Verkehrskorridor ist ein multimodales Netz von See-, Schienen- und Straßenverbindungen mit einer Länge von 7200 Kilometern für den Warenverkehr zwischen Iran, Indien, Afghanistan, Aserbaidschan, Russland, Armenien, Zentralasien und Europa.

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