Russische Regierungspartei unterstützt Bibilow für Wiederwahl im separatistischen Zchinwali

Russische Regierungspartei unterstützt Bibilow für Wiederwahl im separatistischen Zchinwali

Andrej Turtschak, Sekretär des Generalrats von ‘Einiges Russland’, besuchte die besetzte Region Zchinwali/Südossetien, um den amtierenden Regierungschef Anatoli Bibilow bei seiner Wiederwahl zu unterstützen.

Die russische Regierungspartei und Bibilows ‘Vereinigtes Ossetien’ unterzeichneten ein Kooperationsabkommen, bevor der Parteitag in Zchinwali offiziell die Wiederwahl Bibilows ankündigte.

Turtschak erklärte, „Bibilow verfüge über das erforderliche Fachwissen und Verständnis für den Aufbau eines Staates sowie über ein gutes persönliches Potenzial für die aktive Entwicklung der russisch-südossetischen Beziehungen und die Umsetzung des sozioökonomischen Entwicklungsprogramms“.

Darüber hinaus wurde der vom Kreml unterstützte Anführer in Zchinwali von einem Vertreter von ‘Einiges Russland’ als ein Mann dargestellt, der sich als „verantwortungsvolles Staatsoberhaupt“ etabliert habe, das in der Lage sei, die Sorgen der Menschen anzugehen.

Turtschak warnte davor, dass die Wahl von Personen, die nicht über entsprechende Fachkenntnisse verfügten, zu Unstimmigkeiten in der Öffentlichkeit, zur Verabschiedung falscher Reformen und zu personellen Umstrukturierungen führen würde.

„Die Wahlergebnisse werden einen bedeutenden Einfluss auf die Zukunft aller Südosseten haben“, sagte Turtschak und betonte, dass „gesunder Menschenverstand und echte Fürsorge“ für das besetzte Gebiet bei der Abstimmung Vorrang vor persönlichen Zielen haben müssten.

Neben der Delegation besuchten auch Sergej Menyaylo, der Anführer der russischen Republik Nordossetien, und Denis Puschilin, das Oberhaupt der selbsterklärten „Donezker Volksrepublik“ bzw. der „Luhansker Volksrepublik“, Zchinwali, um Bibilow zu unterstützen.

Ljudwig Tschibirow, der erste „gewählte Präsident“ des Gebiets, unterstützte Bibilow ebenfalls.

Bei der letzten Wahl 2017 erhielt Bibilow 54,8 % der Stimmen und besiegte den damaligen Amtsinhaber und Kreml-Favoriten Leonid Tibilow, der 33,7 % der Stimmen erhielt.

Mit Ausnahme Russlands und einiger anderer Staaten, die die Unabhängigkeit der Region anerkennen, werden die Wahlen in der Region Zchinwali von Tiflis und der Weltgemeinschaft als illegal betrachtet.

1996 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.