Tonojan fordert eine stärkere internationale Beteiligung, um den Ausbruch eines Konflikts im Südkaukasus zu verhindern

Tonojan fordert eine stärkere internationale Beteiligung, um den Ausbruch eines Konflikts im Südkaukasus zu verhindern

Am 4. September forderte der armenische Verteidigungsminister Davit Tonojan auf einer gemeinsamen Sitzung der Verteidigungsminister der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der Länder der Organisation für Kollektive Sicherheit (OVKS) in Moskau stärkere gemeinsame Anstrengungen um die Gefahr eines Kriegsausbruchs und bewaffneter Zusammenstöße im Südkaukasus zu verhindern, berichtete arka.am.

Der Leiter des armenischen Verteidigungsministeriums sagte, dass die militärpolitische Situation im Südkaukasus durch ein hohes Konfliktpotential gekennzeichnet ist, und stellte fest, dass sich die Widersprüche in der Region in letzter Zeit verschärft haben. Seiner Meinung nach ist dies eine Folge der „Ausweitung der Ambitionen bestimmter Länder”. In diesem Zusammenhang fügte Tonojan hinzu, dass die russische Präsenz in der Region sowie die Vertiefung der militärpolitischen Zusammenarbeit zwischen Armenien und Russland der wichtigste Faktor der Abschreckung sind, die zur Wahrung der regionalen Stabilität und Sicherheit beiträgt. Auf dem Treffen betonte er auch, dass Armeniens strategischer Interessenbereich nicht nur den Kaukasus, sondern den gesamten Verantwortungsbereich der OVKS sowie den Nahen Osten und das östliche Mittelmeer umfasst.

Zwei Tage, nachdem Tonojan die Erklärungen abgegeben hatte, gingen die Soldaten der russischen Militärbasis in Armenien und die Soldaten Armeniens im Rahmen bilateraler taktischer Bataillonsübungen zum militärischen Trainingsgelände von Kamkhud und Alagyaz. Ungefähr tausend russische Soldaten und ungefähr 300 Arten spezieller militärischer Ausrüstung sind an dieser taktischen Übung beteiligt.

Am 26. August forderte Tonojan die Bildung einer landesweiten Miliz, die die armenischen Streitkräfte in Kriegszeiten verstärken soll. Aserbaidschan hat mehrfach seine Besorgnis darüber geäußert, dass die Armenier, die den Libanon nach der Explosion in Beirut verlassen haben, dazu verwendet werden, die Reihen der von Tonojan vorgeschlagenen Miliz zu stärken.

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