Georgien lässt den internationalen Tourismus inmitten der Covid-19-Pandemie zu

Georgien lässt den internationalen Tourismus inmitten der Covid-19-Pandemie zu

Am 7. Mai kündigte die georgische Regierung ihren Plan an, ab dem 1. Juli ihre Grenzen für ausländische Touristen zu öffnen. Der Ministerpräsident des Landes, Giorgi Gakharia, sagte, dass dies durch die Schaffung eines sicheren Korridors an den Landgrenzen mit den Nachbarländern Georgiens sowie durch bilaterale Verhandlungen mit Ländern möglich sei, die für Georgien im Hinblick auf den Tourismus als „interessant“ eingestuft werden. 

Der Plan zur Wiedereröffnung des Tourismussektors in Georgien sieht drei Phasen vor. In der ersten Phase werden Sicherheitsstandards an Grenzübergängen und Flughäfen eingeführt. Während der zweiten Phase (ab dem 15. Juni) ist geplant, sichere Tourismuszonen zu schaffen und den Inlandstourismus wieder aufzunehmen. Gakharia sagte, dass die Resorts Tskaltubo, Gudauri, Sairme, Abastumani und Borjomi als sichere Zonen eingestuft würden. Während der dritten Phase wird Georgien für den internationalen Tourismus geöffnet sein und eine schrittweise Wiederaufnahme der Flüge in das Land wird durchgeführt.

Gakharia sagte auch, dass der Tourismussektor 2020 vollständig von den Grundsteuern befreit sein wird. Darüber hinaus würden die Ertragsteuern der im Tourismussektor tätigen Unternehmen um 9 Monate bis zum Jahresende verschoben. "Wir können keine vollständige Abschreibung der Einkommenssteuern von irgendjemandem versprechen, aber es ist möglich, über die Regelungen der schrittweisen Zahlung zu sprechen“, erklärte er. Darüber hinaus wird die georgische Regierung 80% der Zinssätze für Bankkredite des Hotelgeschäfts in Höhe von bis zu 5 Mio. GEL für Hotels mit einem Jahresumsatz von bis zu 20 Mio. Lari finanzieren, was laut Gakharia fast 95% der Hotellerie im Land betrifft. 

Die Entscheidung zur Wiedereröffnung des Tourismussektors im Land wurde durch die in Georgien erzielten Ergebnisse im Kampf gegen das neuartige Coronavirus motiviert, was auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt wurde. „Wir sehen positive Anzeichen aus vielen Ländern, einschließlich der am stärksten betroffenen in der europäischen Region, sowie aus anderen Ländern, die frühzeitig Maßnahmen ergriffen haben, wie beispielsweise Georgien, wo wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ wenige Fälle von mit Coronaviren infizierten Menschen sehen“, sagte Catherine Smallwood, Senior Health Emergency Officer der WHO für Europa.

Obwohl Georgien das erste Land im Kaukasus war, welches Fälle von Covid-19-Infizierten meldet, weist es bislang die geringste Anzahl infizierter Personen im Kaukasus auf. Die aktuelle Zahl liegt bei 623, wobei 10 Todesfälle gemeldet wurden.

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