Proteste gegen den Abriss von Cafés rund um den Opernplatz in Jerewan

Proteste gegen den Abriss von Cafés rund um den Opernplatz in Jerewan

Quelle: Armine Avetisyan, OC-Media 
 
Behörden in Jerewan haben begonnen Cafés im Park rund um die Nationale Akademie für Oper und Ballett abzureißen, was zu Protesten von Angestellten und Besitzern geführt hat. Das Bürgermeisteramt teilte den Inhabern der Cafés am 13. Dezember mit, dass die Mietverträge in 30 Tagen gekündigt würden. Der Abriss begann jedoch erst am 13. März.

Am 14. März blockierten die Caféangestellten aus Protest die Straßen rund um das Opernhaus. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. 16 Personen wurden festgenommen. Trotz der Proste wurden die Abrissarbeiten fortgesetzt.

Die Behörden erklärten, dass sie ein Versprechen der Kampagne zur Wiederherstellung von Grünflächen erfüllten.Bereits im Jahr 2013, als der Bau von Cafés begann, wurde dies von lokalen Umweltaktivisten kritisiert. Die Initiative „Our City“ forderte, dass die Stadt den Bau auf den Grünflächen neben dem Opernhaus stoppen sollte, da er ihrer Ansicht nach illegal war.

Eigentümer und Angestellte der Cafés protestierten gegen die Entscheidung und behaupteten, die Abrisse seien illegal und dass sie zuvor nicht darüber informiert worden seien. Durch die Schließung der Cafés würden rund 300 Menschen ihre Arbeit verlieren.

Hakob Karapetyan, der Sprecher des Bürgermeisters von Jerewan, bestritt in einem Beitrag auf Facebook die Behauptungen der Demonstranten. Er bestand darauf, dass die Unternehmen vorab informiert worden seien. Außerdem erklärte er, dass die angegebene Zahl der Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren würden, übertrieben wurde und dass die Stadt bereit sei, betroffene Personen zu unterstützen.

Am 15. März gab Armen Petrosyan, einer der Eigentümer von Jazzve, dem ersten Café, das in der Umgebung des Opernhauses errichtet wurde, eine Erklärung ab, die darauf abzielte, in dem Konflikt zu vermitteln. In dem Statement forderte er ein Ende der Proteste und legte den Gegnern der Abrisse nahe ihren Kampf innerhalb des rechtlichen Rahmens auszutragen.

Mkrtich Minasyan, der Präsident des Architektenvereins von Armenien und einige seiner Kollegen sprachen sich häufig für den Schutz der verbleibenden Grünflächen der Stadt aus. Er forderte öffentlich, dass nach der Wiederherstellung der Grünfläche um das Opernhaus auch andere öffentliche Bereiche denselben Prozess durchlaufen sollten.

Das Bürgermeisteramt hat angekündigt, dass weitere Cafés in derselben Gegend in einer zweiten Renovierungsphase entfernt werden sollen.

6946 Mal angesehen

ARTICLES IN ENGLISH»



MEISTGELESEN



AKTUELLES



OPINION



Call for Contributors: Caucasus Watch is looking for experts, journalists and fact-checking specialists!

“Caucasus Watch” is seeking local specialists from Georgia, Armenia, Azerbaijan and the North Caucasus region, to assist our research endeavours and help enrich our content.

“Caucasus Watch” is an independent platform, which provides coverage of recent developments in various locations of the Caucasus region for the German and overall European stakeholders. We are an international team of Caucasus enthusiasts and are currently looking for local contributors who focus on social, economic, political and security dynamics of the said region.

The platform offers: I) a flexible format of cooperation, as well as competitive remuneration; II) access to English and German speaking readership in the wider European region; III) an opportunity to join the network of regional specialists through the initiatives and events to be organized by the Caucasus Watch and partner institutions.

Interested individuals are asked to provide a CV and a cover letter along with an abstract or a writing sample (in English or German), to the following address: redaktion@caucasuswatch.de.

Additional questions can be directed to Igor Dostalik through: i.dostalik@caucasuswatch.de.